Gesund & Fit durch den Winter

20.11.2018

Bei nasskaltem Schmuddelwetter werden die Abwehrkräfte des Körpers stark beansprucht. Der stetige Wechsel zwischen warmen Temperaturen in beheizten Räumen sowie Wind und Kälte im Freien bedeuten viel Stress für den Körper und können das Immunsystem ordentlich herausfordern. Welpen, ältere Hunde und auch Hunde mit einem bereits geschwächten Immunsystem durch Krankheit sind anfällig für Infekte. Die Gesundheit unserer Hunde kann gerade jetzt im Herbst und Winter etwas Unterstützung gebrauchen!

 

Fellpflege & Fellgesundheit

Bei den meisten Hunden setzt jetzt im Herbst der Fellwechsel ein. Der Hormonhaushalt reagiert auf die Veränderung der Lichtverhältnisse sowie Temperaturen und regen so die Bildung des Winterfells an. Dies kann gut 2 Monate dauern, bis es sich vollständig ausgebildet hat. Um den Fellwechsel gut zu unterstützen, solltest du deinen Hund regelmäßig bürsten, um die Durchblutung anzuregen und loses Fell zu entfernen. So vermeidest du auch am besten Verfilzungen bei längerem Fell. Du solltest jetzt auch das Fell an Bauch, Beinen und besonders an den Pfoten kürzen, damit sich weniger Schmutz, Schnee sowie Eis verfangen kann. Teilweise werden diese Schneeklumpen im Fell richtig groß und auch scharfkantig und schmerzen deinen Hund auch so sehr, dass er nicht mehr laufen möchte.

 

Pfotenpflege

Wir kennen das von uns selbst: In den kalten Monaten wird die Haut schnell trocken und rissig. Der Wechsel von nass-kaltem Wetter draußen und trockener Heizungsluft drinnen strapaziert sehr. Den Hundepfoten geht es natürlich nicht anders und wenn im Winter Streusalz auf den Gehwegen verwendet wurde, trocknen sie noch mehr aus. Am besten pflegst du sie schon jetzt mit Pfotencreme, -spray oder -salbe, damit sie geschmeidig und belastbar bleiben. Sie schützen die Hundepfoten vor Nässe, Schnee und Streusalz.

Dabei kannst du auch gleich noch die Krallen deines Hundes kontrollieren und kürzen. Wir bevorzugen und empfehlen die Krallen entweder mit einer Feile oder einem speziellen Krallenschleifer zu kürzen.

 

Hundebekleidung gegen Kälte und Nässe

Hundemäntel sind für die Gesundheit von sensiblen Hunden eine sinnvolle Unterstützung. Kälteempfindlich sind vor allem Hunderassen ohne Unterwolle und mit wenig Körperfett, wie beispielsweise Windhunde. Welpen, ältere Hunde und Hunde mit einem schwachen Immunsystem sollten ebenfalls mit einem Mantel geschützt werden. Kurzbeinige Vertreter wie Dackel und Mops leiden besonders unter der Bodenkälte. Bei diesen Hunden sollte darauf geachtet werden, dass der Hundemantel den Bauch bedeckt. Im sportlichen Bereich sind Hundemäntel ebenfalls sinnvoll: Sie bewahren die Muskeln vor dem Auskühlen und beugen so Verletzungen vor.

 

Hochwertiges und nahrhaftes Hundefutter

Insbesondere aktive Hunde haben im Winter einen höheren Energiebedarf als im Sommer. Ein gutes Hundefutter mit hochwertigen Zutaten deckt dies in aller Regel vollstöndig ab. Im Einzelfall und bei sportlich geführten Hunden kann es trotzdem sinnvoll sein, die Ration zu erhöhen – dabei sollte jedoch das Gewicht des Hundes im Auge behalten werden. Eine Zufütterung von Vitamin C, Zink oder essentiellen Fettsäuren kann sinnvoll zur Immununterstützung sein.

Der hohe Gehalt natürlicher Antioxidantien in Hagebutten-Pulver schützt die Zellen vor freien Radikalen und untertützt das Immunsystem auf gesunde Weise.

Propolis, auch Bienenkittharz genannt, enthält u. A. Vitamine, Aminosäuren, Fettsäuren und Pflanzenwirkstoffe. Und es ist reich an wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen, wie z.B. Magnesium, Kalzium, Silizium, Zink und Eisen.

 

Bewegung & Beschäftigung

Angemessene Bewegung und viel frische Luft sind die beste Medizin gegen Winterfrust. Mit Training, Spiel und Beschäftigung kommt keine Langeweile auf und der Hund bleibt körperlich und geistig in Form. Es gilt: Bei Kälte in Bewegung bleiben! Draußen sollte darauf geachtet werden, dass der Hund sich nicht längere Zeit auf den kalten und nassen Boden legt – das erhöht das Risiko für Blasen- Nierenentzündungen und Bronchitis. Auch im Auto sollte der Hund nicht zu lange warten müssen. Nach dem Spaziergang muss der Hund stets gut abgetrocknet werden.

 
Vorsicht bei Streugut und Frostschutzmittel

In der kalten Jahreszeit lauern jedoch auch einige ungesunde Gefahren auf unsere Hunde – beispielsweise Frostschutzmittel. Frostschutzmittel und Türschloss-Enteiser mit Ethylenglykol schmecken süß, sind aber hochgiftig und dürfen niemals in die Nähe von Tieren gelangen. Wenn der erste Schnee fällt, gilt besondere Vorsicht bei gestreuten Wegen: Salz kann die Pfoten verätzen und Rollsplit zu Schnittverletzungen führen. Zur Sicherheit solltest du gestreute Wege vermeiden und die Pfoten deines Lieblings immer nach dem Gassigehen mit lauwarmem Wasser abspülen. Und Achtung: Schnee fressen kann deinem Hund auf den Magen schlagen! Versuche ihn lieber abzulenken oder anzuleinen, damit er nicht zu viel davon aufnehmen kann.

 

Gesundheits-Check

Typische Winter-Erkrankungen sind Atemwegsinfekte, Harnwegsinfekte und auch Bindehautentzündungen. Du solltest daher darauf achten, ob dein Hund hustet, vermehrt Urin absetzt oder auch gerötete Augen hat. Je früher du die Symptomen bei deinem Hund bemerktst, desto frühzeitiger kann abgeklärt werden was es ist und desto schneller kann ihm geholfen werden. Je nach Intensität kannst du mit vielen natürlichen Hausmitteln deinem Hund helfen. Dies ersetzt jedoch nicht den Besuch beim Tierarzt, dies ist besonders für Ersthundehalter wichtig zu beachten.

 

Wir hoffen, dass du mit deinem Vierbeiner gut in den Winter startest, solltest du Fragen haben, sind wir gerne für dich da.

 

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