Hunde lesen lernen

18.11.2016

 

Schon seit vielen tausend Jahren begleiten Hunde uns Menschen. Dennoch kommt es immer wieder zu Missverständnissen, weil wir Menschen das Ausdrucksverhalten von Hunden, ihre „Sprache", nicht verstehen und oftmals auch nicht richtig deuten.

Das Ausdrucksverhalten von Hunden dient in erster Linie der Kommunikation mit Artgenossen. Kommunikation ist jedoch ein Austausch zwischen Sender und Empfänger und so erfolgt auch zwischen Mensch und Hund ein Nachrichtenaustausch.

 

Erfolgreiche Kommunikation kann nur stattfinden, wenn Sender und Empfänger die gleiche Sprache sprechen bzw. die Sprache des Gegenübers verstehen. Die meisten Verständigungsprobleme entstehen daraus, dass der jeweilige fremdsprachige Empfänger (Hund oder Mensch) die Nachrichten bzw. die körpersprachlichen Signale des Gegenübers nicht versteht.

 

Unsere Hunde geben sich sehr viel Mühe uns Menschen zu verstehen. Seit über 10.000 Jahren leben Hunde mit uns Menschen zusammen und haben so gelernt auch auf das menschliche Ausdrucksverhalten zu achten und es zu verstehen. Die meisten Hundebesitzer kommunizieren häufig ganz unbewusst und ungewollt mit ihrem Hund. Ein Hund erkennt bei seiner Bezugsperson alleine an der Mimik und Körpersprache, ob sie gut oder schlecht gelaunt ist.

 

Hunde verfügen über ein sehr klares und ausgeprägtes Ausdrucksverhalten, das Emotionen und Absichten signalisiert. Sie kommunizieren überwiegend über optische Signale. Bellen oder knurren wird nur ergänzend eingesetzt und hat sich erst mit der Domestikation weiter entwickelt. Hunde benutzen ihren ganzen Körper um Signale zu senden. Die Ausdrucksveränderungen im Gesicht des Hundes (Mimik) werden durch die Augen, Ohren, Stirn, Maulspalte (Lippenstellung) und den Nasenrücken bestimmt. Die Gestik ergibt sich aus der Körperhaltung, Körperbewegung, Kopfhaltung, Rutenstellung und Rutenbewegung. Diese verschiedenen Ausdruckselemente sind sehr fein differenziert und man muss immer das Gesamtbild betrachten. Unsere Hunde kommunizieren ständig mit uns. Wir müssen nur lernen es zu sehen und richtig zu interpretieren!

 

Der Rat von Experten an Hundehalter lautet darum, ihren Hund „lesen" zu lernen. Ist der vierbeinige Freund freudig erregt oder gelangweilt? Fühlt er sich in einer Situation verunsichert oder überlegen? Diese und viele andere Botschaften übermittelt er durch seine Körpersprache. Und sowohl im Alltag als auch in der Erziehung kann sich der Mensch durch genaues Achtgeben die gewonnenen Informationen zunutze machen.

Please reload

Empfehlungen

Stressfrei ins neue Jahr

10.12.2018

1/5
Please reload

Aktuelle Einträge