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30 Trainingstipps für dich und deinen Hund


Jeder kennt es, man möchte mit seinem Hund etwas üben doch irgendwie ist der Wurm drin. Entweder macht dein Hund nicht richtig mit, er überdreht dabei total oder du weißt eigentlich gar nicht, wie du ihm das gewünschte Verhalten beibringen sollst. Hier haben wir ein paar Tipps für dich - sie bilden die Grundlage für ein sinnvolles und erfolgreiches Training.

Na dann viel Spaß und Erfolg beim Üben mit deiner Fellnase!

Die Rahmenbedingungen

  • Der Spaß am Training steht bei uns an erster Stelle! Trainiere nur mit deinem Hund, wenn es dir und ihm gut geht und ihr beide Lust auf Training habt.

  • Übe lieber mehrmals täglich in kurzen Trainingseinheiten, als einmal am Tag eine ganze Stunde lang. Dein Hund wird viel mehr davon behalten und schneller generalisieren.

  • Die Trainingseinheiten und -blöcke sollten über den gesamten Tag verteilt werden, dass ausreichend Pause dazwischen liegt. Auh solltest du immer im Alltag, an verschiedenen Orten trainieren z.B. beim Spaziergang im Wald oder auf der Wiese, im Garten und eurer Einfahrt und auch im Flur an der Haustür sowie im Wohnzimmer.

  • Dein Hund soll noch lernen zu lernen? Dann beende das Training, wenn es am Schönsten ist. So startet dein Hund beim nächsten Durchgang einige Zeit später wieder gerne mit dir und freut sich auf das, was kommt. Denn übst du zu lange und überforderst oder gar frustrierst du ihn dabei, hat er für weiteres Training mit dir keine Lust und wird unaufmerksam sein.

Die Gestaltung des Trainings

  • Ein Trainingsdurchgang hat einen Anfang, benenne es deutlich mit einem Wortsignal sowie einem Sichtzeichen, damit deine Fellnase weiß, dass ihr jetzt geneimsan etwas macht.

  • Und so es sollte auch ein Endesignal geben. Nutze auch hier ein Wortsignal sowie ein Sichtzeichen bzw. ein Ende-Ritual für deinen Hund, was ihn nicht frustriert und zu Ruhe oder auch Selbstbeschäftigung führt.

  • Eine effektive Trainingseinheit dauert höchstens 1 - 3 Minuten! In einer solchen Trainingseinheit üben wir das gewünschte Verhalten entweder nur wenige Male ohne Hektik und Druck (4-6x) oder aber wir fangen das gewünschte Verhalten einfach ein und verstärken es (Shaping). Je jünger und desto neuer das Lernen für deinen Hund ist, desto kürzer solltest du die Durchgänge halten.

  • Achte darauf, deinen Hund nicht zu überfordern oder auch zu langweilen. Ein guter Mittelweg sind 3 Trainingseinheiten mit je einer Pause von 1 - 5 Minuten dazwischen. So hat dein Hund Gelgenheit zu verstehen, was du trainieren möchtest, kann es gut abgespeichert und so gefestigt werden und ist nicht zu lange und vielleicht sogar langweilig für deine Fellnase.

  • Nach einem solchen Trainingsblock sollte eine etwas großzügigere Pause stattfinden, in der dein Hund wieder einfach in seiner Hundwelt unterwegs sein darf und vorallem erstmal keine weitere Impulskontrolle benötigt.

Ziele setzen und Erfolge schaffen

  • Gutes Training endet immer mit einem Erfolg und somit mit einem erwünschten Verhalten deines Hundes. Im Idealfall endet eine Übung mit der Bestleistung, denn der letzte Eindruck bleibt besonders im Gedächtnis deiness Hundes haften.

  • Erfolge feiern und sich mit dem Hund freuen - und zwar ehrlich! Wenn du dich nicht wie eine kleine Partymaus freuen kannst oder magst, ist das nicht schlimm. Im Gegenteil, sei so wie du bist, denn dein Hund kennt dich und weiß, wann du etwas wirklich meinst und wann es nur aufgesetzt ist. Zudem führt zu überschwengliche Freude bei Hunden auch zu Aufregung und die können wir im Training gar nicht gebrauchen.

  • Manchmal kann es sehr schnell gehen - die Luft ist raus bei deinem Hund. Aber ein Training endet nie mit einem Misserfolg! Finde spontan eine Lösung, wie du den versemmelten Durchgang nun noch retten kannst. Lerne daraus und überlege dir, woran du es erkennen kannst, dass dein Hund sich nicht mehr konzentrieren kann.

  • Überforderung kannst du vermeiden, indem du in einer Übungseinheit nur eine Anforderung veränderst wie z.B. den Ablenkungsgrad, die Dauer des Verhaltens, die Distanz zwischen dir und deinem Hund, die Schnelligkeit der Ausführung, die Geschwindigkeit, deine Körperhaltung oder auch deine Position dabei.

  • Erhöhst du einen solchen Schwierigkeitsgrad, solltest du die anderen Anforderungen zu Beginn erstmal wieder senken.

  • Und hilf deinem Hund bei der Fehlervermeidung durch Management z.B. anleinen, damit er weiterhin Erfolg hat und nicht unnötig frustriert wird.

Eindeutige Kommunikation

  • Wähle einfache und für dich prägnante Signale, hierfür kannst du am besten eine Liste erstellen, damit du nicht durcheinander kommst und alle Bezugspersonen auch die entsprechenden Signale verwenden. Für die Wahl des Signals solltest du immer überlegen, ob du dieses Wort häufig im normalen Sprachgebrauch hast. Dann wähle lieber ein anderes Signal, sonst ist es für deinen Hund verwirrend und schwächt deine trainierte Verknüpfung. Aus diesem Grund verwenden wir z.B. kein Nein als Signal ;-)

  • Hunde sind gute Beobachter, sie kommunizieren untereinander hauptsächlich über Körpersprache. Daher kannst du als Signaltyp ein Signalwort/-geräusch als auch ein Sichtzeichen wählen. Hütehunde, Sichtjäger usw. profitieren davon, wenn wir ihnen mehr Input für diesen Sinnesbereich geben. Aber auch Hunde die bereits älter sind und eine geringere Hörfähigkeit haben brauchen optische Signale. Angefangen vom Markersignal, Sitz, Platz und Co. als auch bei Tricks.

  • In der Phase des Erlernens der Wort- und Sichtsignale solltest du darauf achten, diese getrennt, mit etwa einer Sekunde Abstand, zu geben. Zuerst erfolgt das neue Signal, danach das bisher erlernte Signal - so etablierst du das neue Signal am effektivsten.

Motivation und Belohnung

  • Lebewesen tun das, was ihnen Erfolg bringt und lassen das, was ihnen keinen Erfolg bringt! Dies ist das Grundprinzip, nachdem wir alle leben.

  • Das Prinzip der positiven Verstärkung (etwas Gutes kommt hinzu) führt zu einer guten Kooperationsbereitschaft deines Hundes, da macht er gerne mit.

  • Wir nutzen hierfür ein sog. positives Markersignal. Dies kann ein prägnantes Wort sein als auch ein Geräusch, z.B. top, klick, zack, jep oder auch ein Clicker sowie ein Zungenschnalzen. Dieses Signal kündigt an, dass es darauf folgend eine Belohnung gibt, sich die Situation für deinen Hund also verbessert. Dies führt dazu, dass dein Hund sich freut, wenn er dieses Signal hört, denn es ist für ihn zu einer Ankündigung für etwas Gutes geworden.

  • Du solltest trotzdem auch immer verbal loben, dies ist für viele Hunde wirklich sehr wichtig und festigt eure Bindung. Denn wie schon geschrieben, dein Hund weiß genau, wann und ob du dich wirklich freust und stolz auf ihn bist.

  • Eine Belohnung erfolgt meist vom Mensch aus, doch sie ist meist gut gemeint, kommt aber bei deinem Hund vielleicht gar nicht wirklich an. Deine Belohnungen müssen zur Situation passen, d.h. aktuelle Bedürfnisse befriedigen. Dies ist der wichtigste Punkt bei diesem Thema. Möchtest du z.B. üben, mit deinem Hund gelassen an Artgenossen vorbei zu gehen, ist nicht immer Futter die beste Wahl als Belohnung. Denn dein Hund h